Thorax

Thorax Bildgebung

In der Radiologischen Praxis stehen modernste Techniken zur Bildgebung der Thoraxorgane zur Verfügung. Wir untersuchen die Atemwege, das Lungengewebe und die Gefäße. Hierbei stehen qualitative und quantitative Verfahren zur Verfügung. 

Geräte:

  • ·       Konventionelles Röntgen
  • ·       Modernster Computertomograph (CT) zur hochauflösenden 3D Darstellung
  • ·       High-end Magnetresonanztomograph (MRT) zur optimalen Weichteildarstellung z.B. des Mediastinums.

 

Computertomographie:

Das Standardverfahren zur hochauflösenden Darstellung des Lungenparenchyms ist die Computertomographie (CT). Hiermit lassen sich überlagerungsfrei und in 3D sämtliche Strukturen des Thorax abbilden. Aufgrund der schnellen Datenaufnahme ist die Untersuchung auch für Patienten mit Atemnot gut geeignet.

Es lassen sich die Atemwege und das Lungenparenchym qualitativ und quantitativ untersuchen. Vor allem die Quantifizierung von Lungenparenchymveränderungen ist für Verlaufskontrollen wichtig - wichtige Erkrankungen sind Asthma und COPD.

Interstitielle Lungenerkrankungen (Fibrose) sind unterschiedlichen Ursprungs und können mit Hilfe der CT klassifiziert werden, so dass eine optimale Therapie eingeleitet werden kann.

Rundherde lassen sich mit der CT sehr gut erkennen und in der Regel klassifizieren. Verlaufskontrollen sind problemlos möglich und erlauben einen präzisen Größen/Volumen Verlauf. Eine Gewebeprobeentnahme ist jederzeit möglich (siehe Intervention).

Zur Prävention kann eine CT mit niedriger Dosis durchgeführt werden, hiermit können schnell und schonend wichtige Lungenparenchymveränderungen ausgeschlossen werden (Rundherde, Infektionen (auch Veränderungen nach COVID-19), interstitielle Erkrankungen).

Akute Luftnot kann durch ein Blutgerinsel (Thrombus) in den Lungenarterien (Lungenembolie) verursacht sein. Eine Gefäßdarstellung erlaubt die exakte Darstellung der Lungengefäße und die mögliche Verlegung durch einen Thrombus. Eine chronische Luftnot kann durch eine rezidivierende/chronische Lungenembolie (CTEPH) hervorgerufen werden. Auch dies läßt sich mit Hilfe der CT darstellen.

 

Magnetresonanztomographie:

Die Magnetresonanztomographie (MRT) erlaubt sehr gute Aufnahmen der Weichteile und der Gefäße. Damit eignet sich die Technik gut zur Abklärung von Strukturen des Mediastinums und der Lungengefäße. Da das Verfahren ohne Röntgenstrahlen arbeitet sind keine negativen Effekte bekannt.

 

Im Mediastinum können verschiedene Raumforderungen vorkommen. Zur Abklärung, ob diese gutartig oder bösartig sind, kann die MRT beitragen. Zudem ist das Verfahren zur Schweregradeinteilung (Staging) etabliert.

Die Lungengefäße lassen sich mit Kontrastmittel (nicht Jod-haltig) anfärben und damit Verschlüsse der Lungengefäße (Lungenembolie) darstellen. Neben der klassischen Angiographie sind auch Perfusionsuntersuchungen möglich, die sehr gut die funktionellen Auswirkungen der Embolie darstellen (mindestens genauso gut wie die Perfusionsszintigraphie).

Nachfolgend sehen sie eine Auswahl an MRT Aufnahmen des Thorax.

Durch die exzellente Kooperation mit der Kardiologie sind Untersuchungen bei Schrittmacher-Trägern sicher durchführbar.

 

Prof. Dr. S. Ley ist ausgewiesener Experte für Thoraxradiologie und Vorsitzender der AG Thorax der Deutschen Röntgengesellschaft (2020 bis 2024).